© Patrick Schulte / LWL-Medienzentrum für Westfalen

Medienkompetenz vermitteln

Informationen, Unterrichtsmaterial und Hilfestellungen

30.08.2021

CYBERGROOMING GEMEINSAM STOPPEN

MINISTERIUM FÜR SCHULE UND BILDUNG UND LANDESANSTALT FÜR MEDIEN NRW ENTWERFEN UNTERRICHTSMATERIAL ZUM SCHUTZ VON KINDERN

 

Zu Beginn des neuen Schuljahres haben das Ministerium für Schule und Bildung Nordrhein-Westfalen und die Landesanstalt für Medien NRW Unterrichtsmaterial zur Prävention von sexueller Belästigung über das Internet an alle weiterführenden Schulen verteilt. Das gemeinsame Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler für das Thema zu sensibilisieren und mit den wichtigsten Sicherheitsregeln in Chats und sozialen Netzwerken vertraut zu machen. Den Kern dieses Angebots bildet ein rund 10-minütiges Video, das über die Webseite der Landesanstalt für Medien NRW unter https://www.medienanstalt-nrw.de/cybergrooming abrufbar ist. Die Begleitmaterialien sind auf Grundlage des Medienkompetenzrahmens NRW auf die Klassen 5 bis 8 ausgerichtet und können auch von den Medienscouts NRW eingesetzt werden.


„Mit diesem Angebot sensibilisieren und unterstützen wir unsere Lehrkräfte und ermöglichen es ihnen, das Thema Cybergrooming in ihren Unterricht einzubinden. Angesichts der Brisanz dieses Themas dürfen wir die Eltern mit der Präventionsarbeit nicht alleine lassen. Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, auch in den Schulen dazu beizutragen, dass sich Kinder möglichst sicher in ihrem digitalen Alltag bewegen können“, so die Schul- und Bildungsministerin des Landes Nordrhein-Westfalen, Yvonne Gebauer.

Cybergrooming und sexuelle Übergriffe gehören für Kinder wohl zu den folgenschwersten Gefahren im Internet. Anders als in der Offline-Welt ist in Chats und in sozialen Netzwerken häufig nicht immer leicht ersichtlich, wer sich hinter einem Nutzerprofil verbirgt. So können sich Kinder nie wirklich sicher sein, wer ihnen gerade eine Kontaktanfrage geschickt oder ein Kompliment für das „süße Lächeln“ auf dem Profilbild gemacht hat.

„Es wäre realitätsfern zu versuchen, Kinder aus sozialen Netzwerken fernzuhalten. Im Internet kommen Kinder zwangsläufig mit fremden Personen in Kontakt. Deswegen müssen wir Ihnen eine gesunde Vorsicht beibringen. Wenn sie ein paar einfache Regeln beachten, können sie ihren Schutz deutlich erhöhen. Und wenn doch einmal etwas passiert, müssen Kinder wissen, an wen sie sich wenden können. Beides wollen wir mit diesem Unterrichtsmaterial vermitteln“, so Dr. Tobias Schmid, Direktor der Landesanstalt für Medien NRW.

Cybergrooming ist die gezielte Anbahnung sexueller Kontakte mit Minderjährigen über das Internet. Täter legen sich dabei häufig eine jugendliche Schein-Identität zu, um sich so das Vertrauen ihrer späteren Opfer zu erschleichen. Das Landeskriminalamt NRW hat im letzten Jahr 534 Fälle von Cybergrooming erfasst. Die Dunkelziffer zu diesem Tatbestand wird um ein Vielfaches höher vermutet. Wenn Sie Fragen zum Thema Cybergrooming haben und dazu, wie sich Ihre Kinder im Internet vor Übergriffen schützen können, wenden Sie sich gerne unter https://www.fragzebra.de/ direkt an die Landesanstalt für Medien NRW.  

(Pressemetteilung Düsseldorf 30.08.2021)

 

Pressekontakt

Christopher Schmidt

Telefon: 0211 - 77 00 7 - 555

E-Mail: presse@medienanstalt-nrw.de

Internet: www.medienanstalt-nrw.de

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